Windenergie-Potenzial
Im Rahmen der Arbeiten zum "Konzept Windenergie Schweiz" wurde 2003 eine GIS-Modellierung durchgeführt, mit dem Ziel, alle für die Nutzung der Windkraft geeigneten Flächen zu identifizieren. Die Modellierung wurde 2010 unter Berücksichtigung der neuen "Empfehlung zur Planung von Windenergieanlagen" des Bundes aktualisiert. Die Modellierung berücksichtigt folgende Kriterien:
- Natur- und Landschaftsschutz: Ausschluss der nationalen Inventare und Schutzgebiete mit einem Abstand von 200 m
- Windangebot von mindestens 4.5 m/s auf 70 m
- Mindestabstand von 300 m zu Siedlungsgebieten und bewohnten Gebäuden
- Ausschluss baulich ungeeigneter Flächen (Neigung über 20%, Seen und Flüsse, instabiler Baugrund)
Als Potenzialgebiete werden auf der Karte jene Flächen auf einem Raster von 50x50 m gezeigt, die alle Kriterien erfüllen.
Ausschluss-Kriterien
Hangneigung zu steil
Aus baulichen Gründen wurden alle Flächen mit einer Neigung von über 20% ausgeschieden.
Wald
Die auf der Karte dargestellten Waldgebiete (> 5'000 m2) wurden mit einem zusätzlichen Puffer von 50 m ausgeschieden.
Bewohnte Fläche
Jede Hektare mit mindestens einem Bewohner (Grundlage: Volkszählung 2000) wurde mit einem Puffer von 300 m ausgeschieden.
Ungeeigneter Baugrund
Folgende Gebiete wurden als instabil und somit ungeeignet für den Bau von Windenergieanlagen bezeichnet: Geröll, Gletscher und Sümpfe. Als Grundlage diente der Vektor25-Datensatz von swisstopo.
Kultur-Inventare
- Schützenswerte Ortsbilder:
Aus dem Bundesinventar schützenswerter Ortsbilder der Schweiz (ISOS) wurden sämtliche Objekte von nationaler Bedeutung mit einem zusätzlichen Puffer von 200 m ausgeschieden. - Historische Verkehrswege:
Aus dem Inventar der historischen Verkehrswege der Schweiz (IVS) wurden sämtliche Objekte von nationaler Bedeutung als 50 m breite Strecken ausgeschieden.
Natur- & Landschaftsschutz
Ausschluss der folgenden auf der Karte dargestellten Gebiete mit einem zusätzlichen Puffer von 200 m:
- Jagdbanngebiete:
- Bundesinventar der Eidgenössischen Jagdbanngebiete - BLN-Gebiete:
- Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung - Vogelschutzgebiete:
- Bundesinventar der Wasser- und Zugvogelreservate von internationaler und nationaler Bedeutung (WZVV)
- Ramsar-Konvention - Feuchtgebiete:
- Bundesinventar der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung
- Bundesinventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung
- Bundesinventar der Flachmoore von Nationaler Bedeutung
- Bundesinventar der Hoch- und Übergangsmoore von nationaler Bedeutung
- Bundesinventar der Moorlandschaften von besonderer Schönheit und von nationaler Bedeutung - Trockenwiesen:
- Inventar der Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung - Parks nationaler Bedeutung:
- UNESCO-Welterbe (Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn, Monte San Giorgio)
- Naturerlebnispark Zürich-Sihlwald
- Nationalpark - VAEW-Gebiete:
- Verordnung über die Abgeltung von Einbussen der Wasserkraftnutzung
Wasser
Ausschluss folgender Gebiete:
- Grundwasserschutzzonen S1 und S2
- Seen und Flüsse
Zusätzliche Informationen
Standorte Konzept 2004
Im Rahmen des Konzepts Windenergie Schweiz wurden aus den Potenzialflächen zusammenhängende Standorte bestimmt, die genug Platz für die Installation von Windparks bieten. Ab Massstab 1:200'000 werden auf der Karte die Kennziffern und Namen der Standorte angezeigt. Auf der Seite "Standorte" im Menu "Konzept" werden Kennzahlen zu den Standorten zusammengefasst. Zu jedem Standort steht ein Standortblatt zum Download bereit.
Auerhuhn-Potenzialgebiete
Die Auerhuhn-Potenzialgebiete sind keine nationalen Inventare, können aber eine Nutzung der Windkraft verhindern.
Vereisungshäufigkeit
Die Vereisungshäufigkeit ist bei der Planung von Windkraftanlagen ein wichtiger Faktor.
» weitere Infos zur Karte der Vereisungshäufigkeit